Sonntag, 8. September 2013

Stallluft



Die erste Woche ist rum, von 9 bis 12 Uhr Stallarbeit. Sonst nur immer mal am Wochenende, aber nun komplett 2 Wochen durchgehend.
Zuerst auf dem kleinen bäuerlichen Hof die 2 Stuten mit den Fohlen raus und dann zum nächsten Stall fahren zu den Pensionspferden.
Ich mag die Stimmung wenn man früh in den Stall kommt, man ist noch nicht einmal drin und das leise erwartungsvolle Schnauben und Wiehern kommt aus den Boxen. 
Auch wenn es wohl jedem gelten würde, der sie auf die Koppeln bringt, muss ich immer lächeln und freue mich das ich es bin, dem diese Freude gilt, an diesem Morgen.
Als erstes ein sportlicher Fuchs und sein schwerer großer Rappkumpel, der sich immer erst bitten lässt um schwerfällig aus der Box zu kommen. Mit den beiden, auf jeder Seite einer, geht es zu einer etwas abseits gelegenen Koppel am Waldrand. Der Große hat oft die Nüstern an meiner Schulter und dem Arm, ein warmes weiches Gefühl des Vertrauens, nähesuchend. Der Fuchs immer etwas aufgeregter und schwenkt auch schonmal zum Grünstreifen ab um zu naschen.Während ich warte bis das Wasser für den Trog in die Eimer läuft, genieße ich die Ruhe und schaue den beiden hinterher wie sie ans andere Ende der Koppel wandern.
Als nächstes dann 2 Stuten, eine kleine zu dicke zappelige die auch schon ungeduldig gegen die Boxenwand poltert und die andere große schmale der zur Zeit die Beine schmerzen und nur schwer in Gang kommt. 
Für mich rennt die Zeit und ich würde liebend gern mit ihrem Tempo gehen um es ihr leichter zu machen, aber doch muss ich sie etwas antreiben und bringe beide auf eine nahe Koppel.
Dann nochmal 2 andere Stuten, welche, kaum sind sie auf der Koppel, sich gegenseitig beknabbern und Fellpflege betreiben. Fast jeden Tag das gleiche Spiel.
Als letztes 3 Pensionspferde zusammen, unterschiedlichen Charakters und am Anfang ging es noch sie allein auf die Koppel zu bringen, aber zur Zeit eben nicht. Wieder ein großer Dicker dabei... ich liebe große dicke Pferde!
Zum Schluss die privaten Pferde des Hofbesitzers: Trakehner, zappelig und ungeduldig. Jeden Tag aufs neue Stress und alles muss schnell gehen. Bin ich nicht gewohnt und empfinde es als nervig, nicht ausgelastet die Guten. Da lob ich mir Boston und Santos! <3
Eine gute Stunde später dann Boxen ausmisten und wenn dann eine kläglich miauende sich windende Schönheit auf dem Heuballen sitzt... ist es mit der Zeitplanung total im Eimer, weil: Man kann es einfach nicht ignorieren und weiterarbeiten, man MUSS sie schmusen und kraulen. *.*
Die Arbeit ist anstrengend und gerade Sonntags hat man keine Lust nach einer vllt. langen Nacht aufzustehen und die Arbeit zu machen, aber wenn man dann bei den Pferden ist, ist das scheißegal!
 
 

Kommentare:

  1. schöner Blog!
    würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischauen würdest ♥
    http://lebensliebenswertes.blogspot.de/

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  2. das sieht so schön idyllisch aus :) Viel besser, als Stadtleben ;)

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