Montag, 26. März 2012

Santos

Schon seit ich klein war habe ich Pferde geliebt. Ich war ein richtiges Pferdemädchen und hab Pferdefiguren gesammelt, hatte von Barbie  Pferd und Kutsche und vom Mädchen-LEGO den Stall. Später durfte ich auch bei uns im Freizeitzentrum in die AG reiten gehen und machte auch Reiterferien in einem Stall bei uns in der Umgebung, in dem ich danach auch regelmäßig Unterricht nahm und auch mein Schulpraktikum absolvierte. Der Gedanke dabei: Pferdewirtin werden oder auch zur berittenen Polizei. ;o)
Wie es aber so kommt hat man dann mit 15 andere Sachen im Kopf und die Pferdesachen rückten in den Hintergrund, aber doch hatte ich immer wieder den Gedanken wieder reiten zu gehen.
Als ich 2008 mein Abi in Dresden machte, fand ich auch ein Pflegepferd, Bella, eine süsse Stute mit der man echt viel machen konnte, und kam so wieder zum Umgang mit diesen wundervollen Tieren. Am Anfang noch unsicher, fand ich schnell wieder den Draht zu den tollsten Tieren der Welt(!!!!) und war mind. 2x die Woche im Stall. 
DD Sommer 2010

DD Sommer 2011
Dort stand dann auch das Pferd in das ich mich sofort verknallte: Santos. Ein Schecke, gemütlich, faul, bissl tapsig, mopsig. Ich mochte ihn vom ersten Augenblick und nahm auch Kontakt zu seiner Besitzerin auf, ob ich etwas mit ihm machen konnte... an reiten hab ich noch nichtmal gedacht, oder gesprochen. Aber auch das war null Problem für die liebe S. Ich wechselte am Ende auch mit seiner Besitzerin und ihn in einen neuen Stall. Leider hat er eine nicht heilbare Verletzung am Knie hinten links und kann nicht mehr geritten werden. Nach nur einem
 Jahr mit ihm die Welt erkunden, hieß es dann nur noch Spazieren gehen und leichte Bodenarbeit. Dem Dicken wird es wohl am wenigstens ausmachen, aber ein Pferd was man nicht reitn kann, ist wohl für die meisten nutzlos. Nicht aber für seine Besitzerin, sie behält ihn auch trotz der Verletzung, war er seit er Fohlen ist in ihrer Familie und er kommt nicht in die Wurst, wie soviele male angedroht. So steht er jetzt nun mit einem fast Blinden Appalossa-Wallach auf der Invalidenkoppl und erfreut sich des kommenden Sommers... er hat gute und schlechte Tage mit dem Laufen, aber jedes mal wenn ich ihn wieder sehe, geht mein Herz auf und ich bin froh, das ich ihn kennen gelernt habe... er ist ein Traumpferd, wie ich es mir immer gewünscht habe, und ich hoffe, es kommen noch ganz viele Monate und Jahre, die wir zusammen einfach ne kleine Runde spazieren gehen können und Zeit zusammen haben.
Auch wenn man deutlich sieht, das er körperlich stark abgebaut hat, man muss nur das oberste mit dem untersten Bild vergleichen, aber es geht ihm gut, er frisst, er genießt die Sonne, legt sich auch hin und döst, ist aufmerksam und wiehert seinem Kumpel hinterher, wenn er von der Koppel geholt wird.
Leider sehe ich ihn nur noch wenig, da ich in Berlin studiere und er bei Dresden im Stall steht. Aber so oft es geht fahr ich hin, putze ihn ausgiebig und dann gehts ne kleine Runde spazieren, am Ende werden dann Möhrchen abgefasst und genüsslich zusammen geschnurbst... 
DD März 2012
Es ist für viele sicher schwer nach zu vollziehen, aber er hat mir schon einige Tränen bescherrt, als es nicht klar war ob er weiter leben wird und kann mit der Verletzung oder nicht, ob ich ihn jetzt zum letzten mal sehe und er vielleicht in 3 Wochen wenn ich wieder in Stall komme nicht mehr da ist. Ich liebe dieses Pferd und er fehlt mir, wenn ich ihn nicht besuchen kann. Ob ich ihn nun reiten kann oder nicht, ist völlig egal... Reiten ist nicht das Wichtigste wenn man mit Pferden zu tun hat, sondern sollte man einfach froh sein, mit diesen tollen Geschöpfen gemeinsame Zeit zu verbringen! <3

Es gibt nun auch ein 2 Pferd seit letztem Herbst, was Santos Besitzerin ihr eigen nennt und ich sozusagen als mein 2 Pflegepferd bezeichne. :o) 
Aber den Dicken (der is wirklich dick... schweres Warmblut aus Polen + Appaloosa) stelle ich ein andermal vor. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...